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Tennis - Verhandlungen abgebr.

07.03.2017
SCT-Mitglieder lehnen Forderung der Eigentümer ab - Entscheidung am Sonntag

Von Christine Hainzinger

Tegernbach. Das Thema ist derzeit Tagesgespräch in Tegernbach: Die Grundstücksverhandlungen um die Tennisplätze des SCT. Wie berichtet, wurde der Pachtvertrag zwischen dem Sportclub und den Eigentümern nicht mehr verlängert. Der SCT könnte das Grundstück, auf dem ein Teil der Tennisplätze verläuft, nur noch kaufen. Über 150 000 Euro würde das den Verein kosten - eine Summe, die nicht machbar ist. Jetzt wurden die Verhandlungen abgebrochen. Darauf haben sich am Sonntag bei einer Versammlung im SCT-Stüberl die Mitglieder verständigt.
Gut 40 SCT-ler konnte Vorsitzender Georg Gschlößl am Sonntag im vollbesetzten SCT-Stüberl zu der kurzfristig einberufenen Diskussion über die Tennisplatzsituation begrüßen. Die Diskussion sollte als Ergebnis bringen, in welche Richtung eine mögliche Abstimmung in der Generalversammlung am kommenden Sonntag gehen soll.

Hintergrund ist, dass eine Pacht für das Grundstück, auf dem ein Teil der SCT-Tennisplätze (die Restfläche der Plätze verläuft über einen Grund der Pfarrpfründestiftung) errichtet ist, nicht mehr möglich ist. Insgesamt ist das betreffende Grundstück 4 400 Quadratmeter groß, der Sportclub nutzt davon aber nur etwa 1 400 Quadratmeter für seine Tennisanlage. Die Eigentümer wollen nun die betreffende Fläche nicht mehr verpachten, sondern nur als Ganzes verkaufen. Der Sportclub müsste für den Erhalt der Tennisplätze also die gesamten 4 400 Quadratmeter erwerben.

Dass es inzwischen vonseiten des Vereins keine Hoffnung mehr auf einen Kompromiss mit dem Verpächter gibt, eröffnete Gschlößl am Sonntag den SCT-Mitgliedern - denn nach wie vor liege zwischen dem Angebot des Sportclubs für den Kauf des 4 400 Quadratmeter großen Grundstücks in Höhe von 132 000 Euro und der Kaufpreis-Forderung der Grundstückseigentümer über rund 155 000 Euro eine Differenz von gut 23 000 Euro. Das Angebot des Vereins - umgerechnet 30 Euro pro Quadratmeter - haben die Eigentümer abgelehnt. Sie hielten dagegen an ihrer Forderung von 35 Euro pro Quadratmeter fest. „Die Gespräche sind beendet“, fasste Georg Gschlößl die aktuelle Situation zusammen.

Viele der Mitglieder hatten auch schon das Kaufangebot des Vereins über 132 000 Euro für überzogen gehalten. Dass die Grundstücksverhandlungen abgebrochen werden sollten, das wurde am Sonntag von allen Anwesenden befürwortet. Sie sprachen sich dafür aus, einen alternativen Standort für die Plätze zu suchen, in welcher Form auch immer. Dennoch: Es trifft den Verein, die bisherigen Plätze aufgeben zu müssen, nicht nur aus sportlicher Sicht, sondern auch, weil viele Aktive der Tennisabteilung in die Plätze schon viel Arbeitsleistung gesteckt haben.

Die Konzentration auf alternative Standorte für die Tennisplätze rückt also nun in den Vordergrund. Diskutiert wurde bereits über mögliche Varianten: Am realistischsten ist, dass der SCT auf der bisherigen Fläche der Tennisplätze zwei der bestehenden vier Plätze zurückbaut und zwei Plätze erhält. Diese könnten ausschließlich auf dem von der Pfarrpfründestiftung gepachteten Grund verlaufen. Ein dritter Platz könnte auf dem gegenüberliegenden Parkplatz unterhalb des Ausweichfußballplatzes errichtet werden. Dieser Parkplatz ist größtenteils im Eigentum des SCT. Drei Plätze braucht es zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebes.

Zudem wurde ins Spiel gebracht, auf dem Ausweichplatz der Fußballer drei neue Tennisplätze zu errichten, da dieses Grundstück ebenfalls zum größten Teil dem SCT gehört. Jedoch ist dieses Vorhaben nicht einfach umzusetzen und deshalb nicht die beste Lösung, wurde im Zuge der Diskussion festgestellt.
Was würde nun ein Platzneubau den Verein kosten? Etwa 50 000 Euro pro Platz müssten einkalkuliert werden, rechnete Gschlößl vor, insgesamt also für den Rückbau der bestehenden Anlage und dem Neubau eines Platzes rund 120 000 bis 130 000 Euro. Allerdings könnte der Sportclub bei einem Neubau Zuschüsse vom BLSV und von der Gemeinde erhalten, erklärte Gschlößl. Bei einem Grundstückskauf gibt es dagegen keine Fördergelder. Wegen eines Zuschusses für den Platzneubau hat Gschlößl bereits mit BLSV-Kreisvorsitzendem Florian Warmuth Gespräche geführt und grünes Licht erhalten. Warmuth habe sich auch „entsetzt“ über den geforderten Kaufpreis für das bisherige Tennis-Grundstück gezeigt, berichtete Gschlößl außerdem.

Auf die Frage, mit welcher Zeitspanne bei einem Neubau gerechnet werden müsse, hatte Gschlößl eine beruhigende Antwort. Der angesprochene Antrag für Sportfördermittel an den BLSV sei ein sogenannter Kleinantrag und könne schnell bearbeitet werden. In dringenden Fällen kann ein vorzeitiger Baubeginn beantragt werden. Außerdem könne vorerst auf den derzeitigen Plätzen weitergespielt werden, da eine Pachtzeitverlängerung bis zum Jahresende vom Verpächter zugesagt wurde.

Auf die Frage nach den Kosten für den Rückbau und wer dies zu tragen hätte, nannte Gschlößl eine Summe von rund 20 000 Euro. Nach Einschätzung des Rechtsanwaltes des SCT stünden zudem die Chancen gut, dass der Verein für den Rückbau nicht verantwortlich ist, weil ein solcher im Pachtvertrag nicht vorgesehen sei und vor allem auch, weil vom Vorbesitzer eine Pachtzeitverlängerung zugesichert und daher der Rückbau in den Pachtvertrag nicht aufgenommen wurde. Für den Fall einer rechtlichen Klärung hat der SCT bereits die Zusage der Kostenübernahme durch die Rechtsschutzversicherung erhalten.

Jetzt soll beim SCT eine Arbeitsgruppe gebildet werden, der zwei Mitglieder pro Abteilung des Vereins angehören sollen und die sich mit allen Optionen, Konzepten und Kostenaufstellungen auseinandersetzen wird. Die Mitglieder dieser Arbeitsgruppe sollen in der Generalversammlung des Sportclubs am Sonntag um 18 Uhr im Sportheim gewählt werden.

Diese Vorgehensweise unterstützte auch zweiter Bürgermeister Hans Teibl, der zur Diskussion im SCT-Stüberl gekommen war. Zweiten SCT-Vorsitzenden Hans Oehler stimmte es optimistisch, dass im Verein über die Abteilungsgrenzen hinweg an einer zukunftsfähigen Lösung gearbeitet werde. Auch wenn die ganze Angelegenheit für den SCT hohe Kosten verursachen werde, so sollten letztendlich alle zufrieden sein, bekräftigte Oehler. Eine Weiterführung der Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern lehnte auch er ab.

SCT-Chef Gschlößl wird in der Generalversammlung am Sonntag indes noch einen Abstimmungsvorschlag bringen: Wenn das Grundstück, auf dem sich die Tennisplätze befinden, weiter zum Kauf angeboten werde, wolle der Verein dafür nicht mehr als zehn Euro pro Quadratmeter bezahlen. Das entspreche auch dem tatsächlichen Preis für das Grundstück, betonte er.

Gschlößl konnte die Diskussion am Sonntag schließlich mit „einem sehr guten Gefühl“ beenden. Das Interesse vonseiten der Mitglieder sei groß, ebenso habe die Diskussion sehr konstruktive Beiträge für eine gute Lösung gebracht.

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  • Neues zu den Tennisplätzen:

    Der SCT ist nun bzgl. der Tennisplatzangelegenheit auf Räumung und Rückbau der Anlage zu Ackerfläche verklagt worden.